Am Ende läuft alles auf eine Glaubensfrage zu. Wer glaubt, daß seit über tausend Jahren keine Pferde nach Island importiert wurden, für den gewinnen die Island-Pferde etwas besonderes, einzigartiges, heiliges; auch wenn die ganze PR-fundierte Story erstunken und erlogen ist.
Obiges vorweg: Durchaus glaube ich an meine Vision, wie die jetztige Krise und zukünftige Krisen zu lösen seien. Nur ist es dabei wie mit der Demokratie, sie ist nur die erträglichste von allen vermurksten Regierungsformen, glauben wir. Auch meine Vorschläge sind nur die Besten von allen als fehlgeschlagen erkannten, bisherigen Lösungen.
Meine Erfahrungen durfte ich in mehreren Kontinenten und verschiedenen Ländern machen, die ich nicht als Tourist in geschlossenen Hotelanlagen besuchte, sondern in denen ich gelebt und gearbeitet habe. Bescheiden gesagt, ich kenne etwas mehr als nur den deutschen Glauben, daß ausschließlich am deutschen Wesen die Welt genesen könne. Andererseits bin ich dem Königreich Preußen verbunden.
Daß die Globalisierung ein Irrweg war und sein mußte, weil die Menschen bisher recht unterschiedlich denken auf Grund Genetik und Erziehung, wobei noch klimatische Erfordernisse eine zusätzlich Rolle spielen, dürfte mittlerweile jedem klar sein. Außerdem wissen wir, daß seit altersher Demokratie nur in engem, überschaubarem Rahmen funktioniert. In großen, weiten Räumen wird sie zur Farce. Also müssen wir zurück zu kleinräumigem, aber vernetzten Denken. Die guten Seiten der Globalisierung retten, aber die Nachteile ausschließen. Dies kann der Bevölkerung nur über Lokalpatriotismus verkauft werden, denn einige günstige, internationale Preise wird man nicht halten können. Allerdings wird auch der Ausverkauf des eigenen Landes vermieden. Tun wir dies nicht, wird die gesamte Lohnstruktur umgeworfen:
Jede Arbeit, die nicht in ferne Länder verlagert werden kann, wie Lokführer, LKW-Fahrer, Müllabfuhr, Ärzte, wird Lohnerhöhungen bekommen, während alle Arbeit, die notfalls verlagert werden kann, verbilligt wird. Du hast auf diese Weise ständigen Sozialstreit im Haus auf Jahrzehnte hinaus. Zusätzlich bleiben Deine Lohnstückkosten verdammt hoch, selbst wenn Du den Rest der Arbeiterschaft unter die Lohnkosten von Bangladesh drückst. Außerdem bezweifele ich, daß Du in deutschem Klima überhaupt bei derartigen Löhnen wegen der notwendigen Heizkosten ein Überleben dieser Niedrig-Lohn-Bevölkerung garantieren kannst. Unter dem Gesichtspunkt der Globalisierung ist es sinnvoll Deutschland gemäß Morgentau-Plan auf seine Landwirtschaft zu reduzieren. Industrieproduktion ist wegen des Klimas zu teuer und kann beispielsweise in Indien billiger arbeiten selbst bei gleichem Arbeitslohn. Deutschland wird entvölkert und auf weniger als 20 Millionen Einwohner reduziert. Willst Du dahin?
Die Globalisierung muß mit Augenmaß beseitigt werden. Im Gegenzug müssen deutsche Schulen von sozialpolitischen Aufgaben befreit werden und wieder zu echter Wissens- und Intelligenz-Vermittlung benutzt werden. Gut, es werden auch Straßenfeger gebraucht, aber man darf die nicht benutzen um die Wissensvermittelung an genetisch besser ausgestattete Kinder zu behindern. Dies hat Rot-China aus den Fehlern der Sowjet-Union gelernt. Ausbildung kann nur mit Schaden für das Volksganze behindert werden.
Apropos Rot-China: Obwohl dort nun auch einiges schief läuft, kann man doch vieles von dort lernen. Die Ausbildung und auch die Wirtschaft müssen frei sein von ideologischen Zwängen, gegenüber dem Ausland muß man sich abschotten, damit man überhaupt noch eine eigene Politik machen kann. Leider ist Rot-China zu groß um eine demokratische Kontrolle zu ermöglichen, der Preis für diesen Mangel wird derzeit eingefordert. Korruption, Vetternwirtschaft und Schwarzmärkte fordern jetzt dort ihren Preis.
Andererseits hat die Lybien-Affäre jede Regierung gelehrt, daß man heute nicht auf Atomwaffen verzichten darf. Hätte Gaddafi die gehabt, wäre ihm die Eroberung seines Landes durch die USA nicht widerfahren. Siehe Iran. Jedes Land muß daher mindestens so groß oder wirtschaftlich stark sein um sich eine hervorragend ausgebildete Armee mit Atomwaffen leisten zu können. Kleiner darf ein Land nicht sein, sonst wird es zum Vasallen eines anderen Staates. Ein solcher Staat ist immer noch zu groß für eine funktionierende Demokratie! Mein Vorschlag: Kleinere Demokratische Einheiten, aber einen gemeinsamen “Grüß-August”, der die Länder zusammenhält, notfalls gemeinsam mit einem nicht-gewählten (adeligem) Oberhaus. Auf diesen Mann ist das Militär zu vereidigen, nicht auf einen gewählten Bundeskanzler oder gar eine abstrakte Verfassung. Höhere Chargen kannst Du auf etwas Abstraktes vereidigen, aber den gemeinen Soldaten nie, der kann solches abstraktes Paragraphen-Gefasel überhaupt nicht verstehen. Selbst in der heutigen Zeit in Deutschland nicht.